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 [Buch] Acetlar und der Narr Heimdall

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Rajk

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BeitragThema: [Buch] Acetlar und der Narr Heimdall   Do Sep 19, 2013 8:33 am

Acetlar und der Narr Heimdall

(Dieses Buch findet man in der Bibliothek der Weisen im Sanctum, direkt gegenüber im Bücherregal wo Xenophon sitzt.)

Asmodische Kinder werden ausschließlich durch Geschichtenerzählen unterrichtet. Sie lernen uns zu hassen, unsere “deformierten” Körper zu verabscheuen, und Elyos zu töten, um für ihre Familien zu sorgen und Ruhm und Reichtum zu erlangen.

Wo wir Philosophie und Lebensbejahung fördern, sind die Asmodier auf Tod und Blut aus - unser Blut. Diese Geschichte ist interessant und so aufschlussreich wie lehrreich.

Wir drucken sie ab, um euch zum Nachdenken anzuregen. Bitte diskutiert diese Geschichte mit euren Freunden.


Acetlar und er Narr Heimdall

Märchensammlung Band 2

Anwynson, ein junger asmodischer Archont, stöhnte. Es war so unfair! Er war gerade vom Skalpieren einiger Elyos-Kinder zurückgekommen und hatte sich durch die Zerstörung der Karriere seines besten Freundes eine Beförderung verschafft.

Er verdiente eine Pause! Aber nein. Ulgorn hatte ihm befohlen, mit einem alten Knaben zu reden, in irgendeinem winzigen Dorf, in dem es keine Daeva gab, keine Schlachten noch nicht mal wilde Tiere. Nur ein Haufen Trogs und ein riesiges Schloss...in dem der alte Knabe wohnte.

Doch Anwynson tat, wie ihm befohlen wurde ... jedenfalls vorerst.

He, alter Knabe, brüllte Anwyson über die Schlossmauer. Und wie hirnverbrannt musste man eigentlich sein, um mitten ins Farmland ein Schloss hinzubauen? “Jemand zu Hause?”

VORLÄUFIGER BERICHT DES ARCHONTEN-AUDITORS - TAG EINS

Daeva “alte Knaben” nennen, ist keine gute Idee. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass ich nicht wusste, dass er ein Daeva war, bis er das Tor öffnete.

Als das Feuer niedergebrannt war und wir uns über gebratenen Elyos, der er zum Abendessen auftischte, etwas nähergekommen waren, kam der alte Knabe endlich zur Sache. Seine Tochter wurde vermisst. Oder jedenfalls so ähnlich.

Acetlar, so hieß die Tochter, war mit einem einheimischen Narren weggelaufen und lebte jett etwa zwanzig Flugsekunden vom Schloss entfernt. Ich sagte ihm, er solle einfach hingehen und sie zurückholen Er antwortete, das Problem sei, sie würde einfach nur wieder weglaufen.

Das ... Das war kein einfacher Fall von eine Vermisste zurückholen, um den ich mich da kümmern musste, bevor ich mich wieder der Legion anschließen konnte, Ulgorn. Ihr seid ein ganz durchtriebener Lügner Wenn ich wieder in Pandämonium bin, werde ich Euch das heimzahlen.

Anwynson ging also raus in das Dorf, um dies Acetlar zu finden und ihr Vernunft beizubringen. Er hatte natürlich schon von ihr gehört.

Acetlar die Weinende.

Bevor die Familie ihre Koffer gepackt und Pandämonium verlassen hatte, hatte sie als große Schönheit gegolten, trotz der Tatsache, dass sie bei teilweise sonnigem Wetter in Tränen ausbrach. Sie hatte eine dunkle Mähne, scharfe Klauenhände und glühende Düsteraugen, etwas Schöneres konnte sich ein Asmodier nicht wünschen.

Natürlich hatte niemand daran gedacht, Anwynson gegenüber zu erwähnen, dass er sie nicht aufgrund ihrer Schönheit würde identifizieren können, sondern aufgrund ihrer Flügel. Sie war die einzige Daeva im Dorf.

SUCH- UND VERHÖR-PROTOKOLL DES AUDITORS - TAG FÜNFZEHN

Nase voll vom sonnengegerbte Kakerlaken verhören. Heute auf einen minderbemittelten Klauenlosen beim Heu machen gestoßen. Leicht vermöbelt, um ihn gesprächiger zu machen. Gewartet, bis er wieder zu sich kam, dann Fragen gestellt.

ARCHONT: Acetlar?

HANDLANGER: Das schönste Geschöpf, das ich je gesehen habe. Wundervolle Narben um die Augen. - NOTIZ DES AUDITORS: Narben vom vielen Heulen und von den Klauen.

Den Trottel seinem Heu überlassen. Würde lieber Verräter hinrichten. Elyos-Blut trinken, mit Gleichgesinnten kämpfen. Hasse Euch mit all der Düsternis meiner Seele, Ulgorn, für die Zuteilung dieser Mission.

Am darauffolgenden Abend fand Anwyson Acetlar endlich ... in der Hütte des Heu machenden Narren. Der Narr hieß Heimdall und lebte zusammen mit seiner Mutter und seiner neuen Daeva-Frau. Anwyson erwartete nicht, dass der Vater der Daeva darüber begeistert sein würde!

Außer ihren Flügeln und ihrer großen Schönheit unterschied sich Acetlar in nichts von den Dorfbewohnern. Sie hatte all ihre Juwelen und hübschen Gewänder verkauft und lebte wie alle anderen Trogs ohne einen Kinah.

Den Großteil ihres Geldes hatte sie für Ätherkristalle ausgegeben, die überall im Haus verteilt waren. Mit dem Rest hatte sie ihren Ehemann auf Reisen an heilige Orte geschickt, wo asmodische Aufstiege beobachtet worden waren.

SUCH- UND VERHÖR-PROTOKOLL DES AUDITORS - TAG SECHZEHN

ARCHONT: Von zu Hause weggelaufen. Vater wütend. Wegen diesem Typen?

ACETLAR: Vater hasst ihn. Es ist perfekt. Ich werde einen Daeva aus ihm machen.

ARCHONT: Viel Glück mit dem sonnenverbrannten Plan. Wie läuft es?

ACETLAR: Noch kein Erfolg bislang. Der nächste Plan: wilde Tiere auf die Wiese schicken. Vielleicht treibt die Angst ihn zum Aufstieg?

ARCHONT: Ich glaube, ihr versucht es besser mit einer Hexe.

Anwynson kehrte mit seinem Bericht zum Familiensitz zurück, und Acetlars Vater flehte ihn an, seine Tochter zu ihm zurückzubringen. Da half alles nichts, Anwynson ging ins Dorf zurück, vergiftetet aber erst noch das Essen im Schloss. Wenn der Alte tot wäre, würde er von dieser albernen “Untersuchung” entbunden.

Am nächsten Tag in Heimdalls Hütte traf Anwynson Acetlar dabei an, wie sie ihrem Mann einen Trank verabreichte. Sie hatte seinem sarkastisch gemeinten Rat befolgt und eine kahle Strauchhexe von zweifelhaftem Ruf hinzugezogen. Die Strauchhexe hatte ihr einen wirklich übel riechenden Trank gegeben.

Nacht um Nacht sah Anwynson nach den beiden. Nacht um Nacht trank Heimdall das Gebräu mit von Liebe verklärtem Blick.

Dann, eines Nachts, nach dem Trank, stieg Heimdall auf.

SCHLUSSBERICHT DES ARCHONTEN-AUDITORS - BITTE, OH SCHATTENGEBIETER, LASS DAS DEN SCHLUSSBERICHT SEIN!

Der alte Knabe lebt noch.

Gibt aber zu, es gibt nichts mehr zu tun hier. Die Tochter ist schließlich jetzt mit einem Daeva verheiratet.

Gute Neuigkeiten? Nicht wirklich. Heimdall ist ein dämlicher Daeva, hat zu viel Zeit in der Sonne beim Heu machen verbracht.

Acetlar hat sich mit Heimdall nach Pand abgesetzt. Der Vater hat sein Amt niedergelegt.


Anwynson reichte seinen Bericht bei Ulgorn ein und schloss sich wieder seiner Legion an, in der Hoffnung, nie wieder etwas von dem Paar zu hören. Doch seine Hoffnung wurde enttäuscht.

Viele Jahre später, nach ausreichend Kampferfahrung bereit für den Schlachteinsatz, war Anwynson auf der Suche nach einer neuen Legion. Voller Aufregung darüber, Elyos-Krieger und - Zivilisten in seine Halbdraken-Klauen zu kriegen, suchte er sich einen Trupp, der in den Abyss unterwegs war, wofür er seiner alten Legion ohne zu zögern den Rücken kehren würde. Bei dieser Suche stieß er auf einen Brigadegeneral namens Heimdall.

ANWYNSONS PERSÖNLICHE NOTIZEN (KEIN TAGEBUCH!)

Verlange Beförderung.

Verlange außerdem Schlachteinsatz. Vielleicht Heimdall im Abyss ermorden und seinen Rang einnehmen?

Weder von Heimdall noch von Anwynson hat man je wieder etwas gehört.



Nachwort: Diskussionspunkte

Neben der öffentlichen Moral dieser Geschichte - dass Beharrlichkeit eine Tugend in sich selbst ist, ganz gleich, welches Ziel man hat - möchten wir, die Herausgeber dieser Ausgabe, einige weitere Punkte herausstellen.

Zum Beispiel: Schönheit. Um Acetlars Schönheit wird viel Aufhebens gemacht - ihre lange Mähne, scharfen Klauen und glühenden Augen - doch über das Aussehen der anderen erfährt man so gut wie nichts, außer, dass die Hexe kahl ist. Ein Angriff auf elysische Ideale. Man erkennt, dass dieses propagierte Schönheitsideal vor allem dazu dienen soll, uns Elyos zu enthumanisieren. Wir sind deformiert wie die Hexe und nicht anmutig wie Acetlar. Die Elyos sind mähnenlos und minderwertig, obwohl die hässliche Hexe Erfolg hat, wo Acetlar scheitert. Doch ihr Erfolg ist nur oberflächlich und nicht wesentlich, denn sie macht aus Heimdall zwar einen Daeva, aber keinen besonders guten.

Oder der Punkt der beiläufigen Gewalt. Nicht nur gegen die Elyos, sondern auch gegen einander. Es ist eine gewalttätige Spezies, die sich nichts dabei denkt, Freunde und Vorgesetzte zu betrügen. Glücklicherweise machen ihre Disziplin- und Tugendlosigkeit sie zu einem schlecht organisierten Feind, den wir bald besiegen werden, dank unseren von Aion gesegneten Daeva und unserer Fähigkeit harmonisch zusammenzuarbeiten.

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Albert Einstein:
"Ich fürchte den Tag, an dem die Technologie unsere Menschlichkeit überholt. Die Welt wird dann eine Generation von Idioten sein."
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